Aquarium komplett reinigen, wohin mit den Fischen?

Ein blitzblankes Aquarium ist nicht nur ein Augenschmaus, sondern auch ein Segen für seine schwimmenden Bewohner. Doch wenn es ans Komplettreinigen geht, stellt sich schnell die Frage: Wohin nur mit den Fischen? Schließlich können unsere kleinen Schuppenkameraden schlecht einen Ausflug ins Freibad machen. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du dein Aquarium gründlich reinigst, ohne dass deine Fische dabei nervös mit der Schwanzflosse wedeln müssen.

Vorbereitung ist alles – auch bei Fischumzügen

Bevor du wie ein Wirbelwind mit Eimer und Schwamm loslegst, solltest du sicherstellen, dass deine Fische einen vorübergehenden Unterschlupf bekommen. Am besten eignet sich dafür ein zweites, kleineres Becken oder eine große Schüssel – natürlich mit Deckel, sonst gibt’s fliegende Fische. Wichtig ist: Das Wasser sollte dieselbe Temperatur wie im Aquarium haben, um den kleinen Mitbewohnern keinen Schock zu verpassen.

Ein Teil des alten Aquarienwassers kann in das Übergangsgefäß umgefüllt werden. So fühlen sich die Fische nicht völlig entwurzelt. Und ja – auch Fische hängen an ihren alten Socken… äh, Wasserwerten. Wer also denkt, „Ach, Leitungswasser tut’s auch“, riskiert schnappatmende Protestaktionen mit großen Augen.

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Fische fangen – ein Geduldsspiel mit Flosse

Jetzt wird’s sportlich: Die Fische müssen raus! Das klingt einfacher, als es ist. Denn während du denkst, du hast sie gleich, haben sie längst den Rückwärtsgang eingelegt. Ein feines Netz und ein ruhiges Händchen sind hier Gold wert. Und nein, ein Kescher aus dem Kinderzimmer tut es nicht – außer du möchtest ein Wettschwimmen durchs Wohnzimmer riskieren.

Am besten fängst du die Fische langsam und mit möglichst wenig Aufregung. Je ruhiger du dich bewegst, desto weniger Stress für deine Wasserfreunde. Und du vermeidest, dass sie dich am Ende mit vorwurfsvollen Blicken anschauen, die sagen: „Das gibt eine schlechte Bewertung auf FischTripAdvisor!“

Jetzt wird geschrubbt – aber mit System

Mit leerem Aquarium und zwischengeparkten Fischen kann die große Reinigungsaktion starten. Entferne zuerst alle Dekoelemente und Pflanzen. Diese kannst du mit warmem Wasser (bitte ohne Seife!) vorsichtig reinigen. Seife und Chemie sind im Aquarium tabu – das ist kein Schaumbad!

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Danach geht’s dem Kies an den Kragen. Hier sammeln sich mehr Reste als unterm Sofa nach Weihnachten. Den Kies kannst du mit klarem Wasser durchspülen – oder gleich durch neuen ersetzen, wenn er aussieht, als hätte er schon bessere Zeiten gesehen. Und das Aquarium selbst? Mit einem Schwamm und Essigwasser lässt es sich wunderbar reinigen – aber gründlich ausspülen nicht vergessen!

Wieder einziehen – das große Fische-Comeback

Nach dem Reinigungsmarathon muss das Aquarium erst wieder mit Wasser befüllt und auf Temperatur gebracht werden. Hierbei hilft ein Wasseraufbereiter, der Chlor und andere unerwünschte Stoffe neutralisiert. Geduld ist gefragt – deine Fische wollen schließlich kein eiskaltes Fußbad.

Sind alle Parameter wieder fischfreundlich, dürfen die Bewohner langsam wieder einziehen. Aber Vorsicht: Langsames Angleichen der Temperatur ist das A und O. Am besten lässt du die Fische im Transportbehälter noch eine Weile im neuen Wasser treiben, damit sie sich anpassen können. Und dann – Vorhang auf für das große Zurück-ins-Zuhause-Gleiten!

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