Sie sehen harmlos aus, gurren gemütlich vor sich hin und stolzieren wie kleine Gartendiktatoren über unsere Terrassen – die Tauben. Doch so süß sie auf den ersten Blick erscheinen mögen, sind sie für viele Gartenfreunde ein echtes Ärgernis. Verschmutzte Gartenmöbel, angepickte Pflanzen und das ständige Gurrkonzert treiben selbst den friedlichsten Hobbygärtner zur Weißglut. Zum Glück gibt es Möglichkeiten, die gefiederten Störenfriede auf charmante, aber bestimmte Weise loszuwerden. Lesen Sie weiter und entdecken Sie die besten Tipps gegen Tauben im Garten!
Warum Tauben den Garten so lieben
Tauben sind wie ungebetene Gäste bei einer Grillparty: Sobald es etwas zu holen gibt, sind sie da – und sie bringen Freunde mit. Gärten bieten Tauben ein wahres Schlaraffenland: Wasserquellen, Futterreste und gemütliche Nistplätze machen den Garten zum perfekten Taubenparadies. Besonders beliebte Orte sind Dachrinnen, Fensterbänke und hohe Bäume.
Der Taubenschnabel riecht förmlich, wo es sich lohnt, zu landen. Haben sie erst einmal herausgefunden, dass in Ihrem Garten regelmäßig Brotkrumen oder Sonnenblumenkerne herumliegen, ist es vorbei mit der Ruhe. Die Taube vergisst nie – zumindest nicht, wo es gutes Essen gibt. Deshalb ist es wichtig, den Garten möglichst unattraktiv für die Tiere zu gestalten.
Natürliche Abwehrmethoden mit Stil
Sie wollen keine Chemiekeule schwingen oder dem Federvieh Gewalt antun? Gut so! Es gibt zahlreiche natürliche und tierfreundliche Methoden, um Tauben zu vertreiben – und das ganz ohne schlechtes Gewissen. Zum Beispiel helfen reflektierende Objekte wie alte CDs oder Aluminiumfolie. Diese blenden die Tiere beim Landeanflug und lassen sie vermuten, dass hier ein UFO abgestürzt ist.
Auch Windspiele und flatternde Bänder aus Alufolie oder Stoff können wahre Wunder wirken. Die ständige Bewegung und die ungewohnten Geräusche stören die Tauben beim gemütlichen Nisten. Wichtig ist, regelmäßig die Position und Art der Abschreckung zu ändern, sonst gewöhnen sich die cleveren Vögel daran – und lachen innerlich über Ihre Mühen.
Technische Hilfsmittel im Kampf gegen die Gurr-Gang
Wer es etwas moderner mag, kann auf technische Lösungen zurückgreifen. Es gibt eine Vielzahl von Produkten auf dem Markt, die versprechen, Tauben fernzuhalten. Besonders beliebt sind Ultraschallgeräte, die hochfrequente Töne aussenden, die für Menschen kaum hörbar, für Tauben jedoch äußerst unangenehm sind.
Eine weitere Möglichkeit sind sogenannte Taubenabwehr-Spikes. Diese sehen zwar aus wie ein mittelalterliches Folterinstrument, sind jedoch völlig ungefährlich – solange man nicht barfuß darauf tritt. Sie verhindern einfach, dass sich Tauben niederlassen können. Kein Sitzplatz – keine Gurr-Party.
| Hilfsmittel | Wirkungsweise | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Ultraschallgerät | Sendet hohe Töne aus | Unauffällig, tierfreundlich | Kann Haustiere stören |
| Spikes | Verhindert das Landen | Effektiv, langlebig | Optisch nicht sehr schön |
| CDs/Reflektoren | Blendet beim Anflug | Kostenlos, kreativ | Wetteranfällig |
Was man lieber vermeiden sollte
In der Verzweiflung greifen manche Gartenbesitzer zu drastischen Maßnahmen, doch nicht alles ist erlaubt oder sinnvoll. Gift, Fallen oder Abschuss sind nicht nur grausam, sondern auch rechtlich verboten. Zudem besteht die Gefahr, dass andere Tiere – oder im schlimmsten Fall Kinder – zu Schaden kommen. Auch das Füttern ist kontraproduktiv, auch wenn das Gurren vielleicht ein bisschen nach Dankbarkeit klingt.
Ein weiterer Fehler: nichts zu tun. Wer die ersten Anzeichen ignoriert – etwa regelmäßige Hinterlassenschaften auf dem Gartenstuhl oder das penetrante Gurren am frühen Morgen – riskiert eine regelrechte Invasion. Tauben erzählen es gerne weiter, wenn sie einen netten Platz gefunden haben. Wer also nicht Teil eines städtischen Taubenschutzprojekts werden möchte, sollte frühzeitig aktiv werden.
