Welpen sind die süßesten kleinen Energiebündel auf vier Pfoten. Doch sobald sie in dein Leben treten, stellt sich eine Frage, die dir möglicherweise den Schlaf raubt: Wie lange sollte man mit ihnen spazieren gehen? Die Antwort ist nicht ganz so einfach, denn es hängt von verschiedenen Faktoren ab, die wir hier für dich aufbereiten. Also schnapp dir dein Hundegeschirr, wir gehen los!
Welpen im Wachstum: Weniger ist mehr
In den ersten Monaten ist der Welpe noch in der Entwicklung und sein Körper muss sich an die Welt um ihn herum anpassen. In dieser Phase ist es entscheidend, nicht zu viel von ihm zu verlangen. Weniger ist mehr – auch bei den Spaziergängen. Zu lange Spaziergänge können seine Gelenke belasten und das junge Herz überfordern.
Im Allgemeinen solltest du für einen Welpen bis zu 16 Wochen maximal 10 bis 15 Minuten pro Spaziergang einplanen. Das bedeutet nicht, dass du ihn einfach an der Leine durch den Park schleifen solltest. Vielmehr geht es darum, ihm die Möglichkeit zu geben, die Umgebung in einem entspannenden Tempo zu erkunden.
Wichtig ist, dass du auf die Körpersprache deines Welpen achtest. Wenn er nach einer Weile langsamer wird oder sich hinsetzt, ist es Zeit, den Spaziergang zu beenden. Zwingen sollte man ihn zu nichts, denn auch kleine Hunde haben ihre Grenzen.
Die richtige Balance finden: Aktivität und Ruhe
Welpen sind neugierig und haben viel Energie – doch auch sie brauchen Phasen der Erholung. Gassi gehen ist für sie nicht nur eine körperliche, sondern auch eine geistige Herausforderung. Zu viele Eindrücke auf einmal können sie überfordern und sie werden müde – aber nicht unbedingt friedlich. Eine ausgewogene Mischung aus Bewegung und Ruhephasen ist daher der Schlüssel.
Wenn dein Welpe also nach 10 Minuten Spaziergang plötzlich anfängt, zu zögern oder sich einfach hinlegt, dann solltest du den Spaziergang abbrechen und ihm eine Pause gönnen. Auch wenn du vielleicht selbst noch nicht genug hast, solltest du auf die Signale deines kleinen Begleiters hören und ihm den nötigen Ruheplatz bieten.
Individuell angepasst bedeutet das für jeden Welpen etwas anderes. Während der eine Hund nach 15 Minuten schon erschöpft ist, kann ein anderer vielleicht 30 Minuten mit dir unterwegs sein. Achte also stets auf das Verhalten deines Welpen, um die richtige Balance zu finden.
Die Bedeutung der Sozialisation: Spaziergänge als Lernphasen
Ein Spaziergang mit einem Welpen ist nicht nur dazu da, die Blase zu entleeren oder ein wenig frische Luft zu schnappen. Es ist auch eine großartige Gelegenheit, deinen Hund zu sozialisieren. Begegnungen mit anderen Hunden, Menschen und verschiedenen Geräuschen helfen deinem Welpen, die Welt zu verstehen und Ängste abzubauen.
Das bedeutet aber nicht, dass du deinen Welpen sofort in den belebtesten Park der Stadt bringen solltest. Gerade zu Beginn ist es wichtig, dass der Spaziergang in einem ruhigen Umfeld stattfindet. Weniger Hektik bedeutet weniger Stress für deinen Welpen. Achte darauf, dass du ihn nicht zu früh zu vielen neuen Eindrücken aussetzt.
Je älter dein Welpe wird, desto länger sollten die Spaziergänge und die Begegnungen mit anderen Hunden und Menschen werden. Beginne mit kurzen sozialen Erfahrungen und steigere sie nach und nach, damit dein Hund entspannt und sicher in der Welt unterwegs ist.
Wie lange ist zu lange? Anzeichen für Überforderung erkennen
Es gibt natürlich auch die Momente, in denen du merkst, dass dein Welpe die „Schwelle“ erreicht hat. Was anfangs noch Spaß macht, kann schnell zur Überforderung führen, wenn du die Zeichen nicht beachtest. Zu lange Spaziergänge führen nicht nur zu körperlicher Erschöpfung, sondern auch zu mentaler Belastung. Dein Welpe wird unruhig, bremst dich aus oder legt sich einfach hin.
Worauf solltest du also achten? Ein Hund, der sich hinsetzt und nicht mehr weitergeht, signalisiert, dass er genug hat. Das ist seine Art zu sagen: „Okay, das war’s für heute!“ Auch Welpen haben ihre Grenzen, und es ist wichtig, diese zu respektieren. Zwinge deinen Hund nicht weiter zu gehen, wenn er sich bereits unwohl fühlt.
Zusätzlich kannst du auf körperliche Anzeichen wie Hecheln oder verlangsamtes Tempo achten. Diese signalisieren, dass dein Welpe erschöpft ist. Lieber eine kurze, aber angenehme Runde, als den kleinen Hund zu überfordern und ihn zu einem unmotivierten Spaziergänger zu machen.
