Wer träumt nicht von einem Garten, der das ganze Jahr über ein Fest für die Sinne ist? Besonders im Sommer wünschen wir uns Pflanzen, die nicht nur kurz mal „Hallo“ sagen, sondern sich richtig schön breitmachen. Die Clematis ist da eine echte Kandidatin mit Starpotenzial – zumindest, wenn man weiß, welche Sorten man pflanzen muss. In diesem Ratgeber nehmen wir die Dauerblüher unter den Clematis unter die Lupe – mit einem Augenzwinkern, aber ohne botanische Langeweile.
Die besten Clematis-Sorten für dauerhafte Blüte
Beginnen wir mit dem Wichtigsten: Die Clematis viticella und Clematis texensis sind zwei der zuverlässigsten Sorten, wenn es um lange Blütezeiten geht. Sie zeigen sich von Juni bis in den September hinein von ihrer besten Seite – und das ohne großes Drama. Die Viticella-Sorten sind besonders pflegeleicht und kommen mit einem Rückschnitt im Frühjahr bestens zurecht.
Eine Sorte, die besonders ins Auge sticht, ist ‘Etoile Violette’. Diese Schönheit begeistert mit tiefvioletten Blüten, die sich scheinbar unermüdlich öffnen. Und das Beste: Sie ist nicht zimperlich, was Krankheiten betrifft. Während andere Pflanzen schon beim ersten Mehltau die Blätter hängen lassen, bleibt sie standhaft.
Auch ‘Princess Diana’ aus der texensis-Gruppe verdient Erwähnung. Mit ihren tulpenförmigen, rosaroten Blüten sorgt sie für königliche Eleganz am Spalier. Und sie blüht – ja, Sie ahnen es – den ganzen Sommer über. Voraussetzung: ein sonniger Standort und regelmäßiges Gießen (aber bitte ohne Gießkannen-Orchester).
Der richtige Standort für eine endlose Blütenpracht
Man kann es nicht oft genug sagen: Die Clematis liebt die Sonne – aber nur obenrum! Das bedeutet, der obere Teil will Sonne tanken, während der Wurzelbereich lieber kühl und schattig bleibt. Wer das nicht berücksichtigt, wird schnell feststellen, dass die Pflanze auf beleidigte Diva macht.
Ein cleverer Trick: Pflanzen Sie niedrige Stauden oder Bodendecker wie Storchschnabel oder Frauenmantel rund um den Fuß der Clematis. Diese sorgen nicht nur für Schatten, sondern sehen dabei auch noch hübsch aus – quasi die persönliche Sonnenbrille für Ihre Kletterpflanze.
Auch wichtig: Ein stabiler Kletterhilfe. Ob Spalier, Zaun oder Obelisk – geben Sie Ihrer Clematis etwas, woran sie sich festhalten kann. Sonst liegt sie irgendwann wie ein nasser Lappen am Boden und wirkt eher wie ein trauriger Vorhang als eine stolze Sommerpflanze.
Pflegeleicht – aber nicht pflegefrei
So pflegeleicht die Sommer-Clematis auch ist – ganz ohne Ihre Aufmerksamkeit geht es dann doch nicht. Ein regelmäßiger Rückschnitt im Frühjahr sorgt dafür, dass die Pflanze nicht verholzt und neue, blühfreudige Triebe bildet. Keine Angst, man muss kein Schnittmeister sein: Einfach alle Triebe etwa eine Handbreit über dem Boden kappen, fertig.
Auch das Thema Düngung sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ein Langzeitdünger im Frühjahr hilft, damit die Pflanze genügend Kraft für die lange Blütezeit hat. Wer’s ganz genau nimmt, kann im Juni noch einmal mit etwas Flüssigdünger nachlegen – quasi als Energiedrink für den Blütensprint.
Und nicht zu vergessen: Wasser! Clematis mögen es nicht trocken. Vor allem während heißer Sommerwochen sollte regelmäßig gegossen werden – am besten morgens oder abends, damit die Wurzeln nicht gegrillt werden. Staunässe ist jedoch tabu, sonst fängt die Pflanze an, im wahrsten Sinne des Wortes die Wurzeln hochzureißen.
Clematis kombinieren – für ein Blütenfeuerwerk im Garten
Warum sich mit einer Sorte zufriedengeben, wenn man mehrere haben kann? Durch geschickte Kombination unterschiedlicher Clematis-Arten lässt sich der Blühaspekt im Garten noch einmal deutlich verlängern – oder einfach verdichten, damit es richtig kracht im Beet.
Setzen Sie beispielsweise eine frühblühende Sorte wie ‘The President’ zusammen mit einer Viticella-Sorte. Während die eine schon im Mai loslegt, übernimmt die andere ab Juni das Ruder. So wird Ihr Garten zum Dauerbrenner – ganz ohne Auszeit.
Auch in Kombination mit Rosen macht sich die Clematis hervorragend. Die zarten Ranken schmiegen sich um die robusteren Rosentriebe und sorgen für eine blumige Liebesgeschichte im Beet. Dabei sollte man jedoch darauf achten, dass beide Partner dieselben Standortansprüche haben – sonst wird’s nix mit der Gartenehe.
